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Geschichte GründungDie Gründung der Stadtmusik Arbon erfolgte im Winter
1888/89. Es waren 6 Musikanten mit ihrem Dirigenten Bartel welche den ersten
Schritt wagten. Die Entwicklung des Mitgliederbestandes bereitete in den ersten
60 Jahren scheinbar wenig Mühe. Zwei, drei Jahre nach der Gründung erhöhte
sich der Bestand bereits auf 10 und schon vor der Jahrhundertwende auf 22, ein
weiteres Jahrzehnt später auf 27 Mann. JugendmusikWie übrigens auch in anderen Vereinen begann in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg die langsame aber stetige Abnahme der Aktivmitgliederzahl. Zwar wurde diese Situation schon früh erkannt. Sie gab Anstoss zur Gründung der Knabenmusik Arbon, später Jugendmusik der Stadtmusik Arbon. Die Herren Adolf Huber, Albert Bauer, Arthur Amberg und Otto Rupp, alles Aktivmitglieder, waren die Musiklehrer. Dirigent war Walter Fehr. Der Beifall für den ersten öffentlichen Auftritt am 13. Juni 1948 soll stürmisch gewesen sein. Aus dieser Formation sind vorzügliche Musikanten hervorgegangen. Ära Heinrich SteinbeckAm 2. Mai 1884 wurde Heinrich Steinbeck als achtes Kind eines
Schulmeisters im hannoveranischen Gödestorf geboren. Mit sieben Jahren erhielt
er den ersten Unterricht in Klavier und Geige. Als Elfjähriger erlernte er das
Spielen eines Blasinstrumentes, und damit fiel bereits eine erste Entscheidung
für seine spätere musikalische Laufbahn. Schon mit 13 Jahren versuchte er sich
im Komponieren von Märschen. Die zweite Entscheidung brachte die Bekanntschaft
seines Vaters mit einem Militärkapellmeister aus Hannover, der den jungen
Steinbeck zu sich nahm und ihm eine gründliche Musikerziehung zuteil werden
liess. Mit 16 Jahren trat er in die Militärmusikschule Dömitz-Schwerin ein.
Nach dem Militärdienst als Regimentsmusiker besuchter er das
Staatskonservatorium in Würzburg, wo er sich zum Kapellmeister und Pianisten
ausbilden liess. Er verdiente sich seine ersten Honorare als Pianist in
Norwegen, Schweden und Finnland. Im Alter von 25 Jahren wurde Heinrich Steinbeck
als Theaterkapellmeister nach Karlsruhe berufen. Daneben leitete er auch ein
bekanntes Blasorchester. Am 15. Juli 1912 wurde Heinrich Steinbeck aus über 40
Bewerbern zum neuen Leiter der Stadtmusik Arbon gewählt. Damit war sein
Schicksal früh entschieden. In Arbon wuchs sein Werk, in Arbon schlug er seine
Wurzeln, in dieser lebendigen Bodensee-Stadt aber schuf er jenes Instrument, auf
dem er wirklich wie ein Meister zu spielen verstand: Die Stadtmusik, die sich
unter seiner vorzüglichen Leitung zu einem beachtlichen Klangkörper
entwickelte. Schweres ErbeDer Nachfolger von Heinrich Steinbeck, Direktor Klentner, hatte ein schweres Erbe anzutreten. Ein Grossteil der Mitglieder tat sehr schwer, sich an die neue Direktion zu gewöhnen. Direktor Klentner soll sich allzuviel der leichteren Musik zugewandt haben. Darauf folgten die Direktoren Max Leemann, Hermann Schröer und René Messmer. Mit René Messmer konnte die Stadtmusik an vielen Musikfesten in der Höchstklasse beachtliche Erfolge feiern. Die Stadtmusik war auch dreimal Gastgebersektion von Kantonal-Musikfesten (1907, 1937 und 1974). 1988 durfte die Stadtmusik ihr 100-jähriges Bestehen in einem würdigen 3-Tage-Fest mit Fahnenweihe und Teilinstrumentierung feiern. Ab Januar 1989 bis Ende 1993 leitete Musikdirektor Peter F. Groll mit viel Geschick die Stadtmusik und verstand es, die Musikantinnen und Musikanten immer wieder zu musikalischen Höchstleistungen anzuspornen. Auf ihn folgten die Dirigenten Josef Schwartz und Markus Augenstein. Seit Mitte 2002 steht die Stadtmusik unter der Leitung von Thomas Gmünder. Der junge Dirigent versteht es mit seiner unbekümmerten und direkten Art die Musikantinnen und Musikanten zu motivieren und zu Höchstleistungen anzuspornen. Den ersten Erfolg durfte die Stadtmusik am Kantonalen Musikfest in Amriswil, 2004 feiern. Dirigenten der Stadtmusik1888
Bartel Präsidenten der Stadtmusik 1888-1990 Baumann
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